Dshamilja Kaiser (Sopran), Johannes Weinhuber (Bass)
Martin Hofmann (Orgel), Kammerorchester Wernigerode
Leitung: Propsteikantor Gerald de Vries -
Gabriel Fauré schrieb das Requiem1887 im Alter von 42 Jahren. Zuvor war sein Vater 1885 und seine Mutter 1887 verstorben. Er ließ das Werk in einer kleinen Besetzung 1888 erstmals aufführen und entwickelte in den darauffolgenden Jahren eine Version für großes Symphonieorchester. Das Requiem weicht in vielerlei Hinsicht von der traditionellen Todesmesse ab. Es verzichtet auf eine dramatisierende Darstellung des Dies Irae (anders als bei Verdi z.B.) und fügt ein In paradisum wie bei den Exequien hinzu. Viele musikalische Farbwechsel zwischen Moll und Dur lassen tröstlich das Himmelreich erahnen.
Das Requiem von Maurice Duruflé entstand ca. 60 Jahre später nach dem Vorbild des Requiems von Gabriel Fauré. Duruflé fügte zusätzlich noch den Hymnus Libera me ein. Gregorianische Choräle durchziehen das gesamte Werk. Dieser ursprünglich einstimmige Gesang erklingt zu selbstständiger Musik des Orchesters und wirkt besonders eindringlich. Im Zentrum der Komposition steht die Bitte Pie Jesu. Das Requiem ist überwiegend ruhig und introvertiert, jeder Satz endet mit einem Übergang ins Unhörbare, Höhepunkte wirken dadurch umso einschneidender. Das Werk endet in einem siebenstimmig schwebenden Akkord.
Da die Marktkirchenorgel eine zentrale Rolle in beiden Werken spielt, werden die Sitzplätze in diesem Konzert mit Blickrichtung auf die Orgel ausgerichtet sein.
Die Marktgemeinde lädt herzlich zu diesem Konzert ein. Beide Werke erklingen erstmalig in der Marktkirche.
Karten sind im Vorverkauf bei opus 57 in der Petersilienstraße und ab 18 Uhr am Konzerttag in der Marktkirche erhältlich.

